Deutschlandtour der Jungen LandFrauen: 

Wir packen die Zukunft an!


Mit der Initiative „Junge LandFrauen“ des Deutschen LandFrauenverbandes geht es weiter

 „Mit der Initiative Junge LandFrauen nehmen wir die Interessen unserer jungen Mitglieder fest in den Blick und finden gemeinsam mit ihnen heraus, welche Voraussetzungen es braucht, um die Lebens- und Bleibeperspektiven von jungen Frauen zu stärken und ehrenamtliches Engagement möglich zu machen“, sagt Brigitte Scherb, Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes (dlv). Ab September geht das vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft geförderte Projekt in seine nächste Runde.

Ziel der Initiative des dlv ist es, ein überregionales Netzwerk für die jungen Mitglieder zu schaffen sowie die Interessen der jungen Frauen sichtbar zu machen. Damit soll ein Mehrwert für das dörfliche Leben und ein Forum für gemeinsame Anliegen und Interessen geschaffen werden. Der dlv plant deshalb in den nächsten Monaten insgesamt vier regionale Veranstaltungen. Bei jedem Treffen haben 50 junge LandFrauen die Gelegenheit, sich kennenzulernen, zu netzwerken sowie ihre Ideen zur Zukunft der LandFrauen zu diskutieren. Vor Ort sollen dadurch Prozesse wie beispielsweise die Gründung einer jungen LandFrauengruppe im eigenen Kreisverein oder die Durchführung einer Kampagne zur Mitgliedergewinnung angestoßen werden. Die Veranstaltungen finden in Berlin, Hannover, Stuttgart und Koblenz statt.

„Der Auftakt im vergangenen Jahr hat deutlich gezeigt, dass sich junge Frauen eine Zukunft auf dem Land nicht nur gut vorstellen können, sondern sich hierfür auch aktiv einsetzen. Junge Frauen vom Land, als Frauen mit ganz unterschiedlichen Berufen, als politisch und gesellschaftlich aktive Bürgerinnen, haben einen sehr klaren Blick für die Herausforderungen, aber eben auch für die vielfältigen Möglichkeiten, die der ländliche Raum bietet“, sagt Scherb.

Die erste regionale Veranstaltung fand am 1. September 2018 von 10-16 Uhr in Berlin statt und richtet sich an alle jungen LandFrauen aus den Landesverbänden Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. „Voneinander zu lernen, ist einer der wichtigsten Grundsätze bei den LandFrauen. Obwohl die ländlichen Regionen deutschlandweit viel gemeinsam haben, steht jede Region vor unterschiedlichen Herausforderungen und Chancen. Deshalb erhält jede Veranstaltung ihren eigenen inhaltlichen Schwerpunkt. Ich freue mich auf das junge Know-how“, so dlv-Präsidentin Scherb.

Quelle: https://www.landfrauen.info/aktuelles/pressemeldungen/meldung/deutschlandtour-der-jungen-landfrauen-wir-packen-die-zukunft-an/

Bundesregierung verringert Gerechtigkeitslücke bei der Mütterrente



Deutscher LandFrauenverband fordert zügige Umsetzung

Das Kabinett hat beschlossen, dass künftig alle Mütter, deren Kinder vor 1992 geboren wurden, zusätzlich einen halben Rentenpunkt erhalten. Von diesem Beschluss könnten rund sieben Millionen Frauen profitieren. Damit kommt die Bundesregierung einer langjährigen Forderung des Deutschen LandFrauenverbands (dlv) näher. Der dlv fordert schon seit langem Gerechtigkeit für alle Mütter, unabhängig vom Geburtsjahr der Kinder.

„Wir freuen uns, dass endlich wieder Bewegung in das Thema kommt und wir uns der Gerechtigkeit ein Stück annähern. Wir hoffen, dass die Gesetzgeber den Beschluss des Kabinetts schnell umsetzen und Mütter bald von der Verbesserung profitieren. Es ist ein weiterer kleiner Mosaikstein, um Altersarmut bei Frauen zu verringern. Aber wir bleiben dabei – erst mit einer Erhöhung auf drei Rentenpunkte für alle Mütter kann von einer echten Gleichberechtigung gesprochen werden. Halbgerecht ist trotzdem ungerecht. Auch an unserer Kernforderung nach einer gesamtgesellschaftlichen Finanzierung werden wir weiterhin festhalten und diese konsequent einfordern“, resümiert dlv Präsidentin Scherb.

Der Koalitionsvertrag sah vor, dass nur Mütter ab dem dritten Kind, das vor 1992 geboren wurde, einen zusätzlichen Rentenpunkt erhalten. Die jetzige Lösung ist nach Meinung des Deutschen LandFrauenverbands (dlv) besser als die ursprüngliche.

Gerade Frauen im ländlichen Raum und besonders die Bäuerinnen, die zeitlebens im Familienbetrieb mitarbeiteten, haben oftmals keinen eigenen Rentenanspruch in der gesetzlichen Rentenversicherung. Für diese Frauen sieht der Deutsche LandFrauenverband beim Inkrafttreten der Gesetzesänderung Vorteile: Die Mindestbeitragszeit beträgt fünf Jahre und bereits mit zwei Kindern kann dann ein Rentenanspruch entstehen.

Bei Müttern mit einem Kind reicht die geplante Erhöhung um einen halben Punkt nicht aus, um den Anspruch geltend zu machen. Dennoch sollten sie nachrechnen, ob sich eine freiwillige Beitragsnachzahlung lohnt und dann einen Antrag auf Altersrente stellen. Es ist sinnvoll, die Beratung der Deutschen Rentenversicherung in Anspruch zu nehmen.
 
Aktiv für Frauen und ihre Familien im ländlichen Raum:
Über den Deutschen LandFrauenverband e.V. (dlv)
Der Deutsche LandFrauenverband e.V. (dlv) ist der bundesweit größte Verband für Frauen, die auf dem Lande leben, und deren Familien. Ziel ist, die Lebensqualität und die Arbeitsbedingungen im ländlichen Raum zu verbessern. Der dlv vertritt die politischen Interessen aller Frauen in ländlichen Regionen und den Berufsstand der Bäuerinnen. 500.000 Mitglieder, 12.000 Ortsvereine, 22 Landesverbände bilden zusammen ein starkes Netzwerk. Der Verband nutzt seine gesellschaftliche Kraft, um die soziale, wirtschaftliche und rechtliche Situation der Frauen zu verbessern. Präsidentin ist Brigitte Scherb.

Quelle: https://www.landfrauen.info/aktuelles/pressemeldungen/meldung/bundesregierung-verringert-gerechtigkeitsluecke-bei-der-muetterrente/


 Hebammen gesetzlich stärken – LandFrauen fordern die Aufnahme der Hebammen in das Pflegepersonal Stärkungs-Gesetz


 „Die Arbeit von Hebammen ist lebenswichtig. Dennoch wird Ihnen auf Grund hoher Versicherungsbeträge, Überlastung und Spardruck das Ausüben ihres Berufes erschwert. Schwangere Frauen erhalten hierdurch nur eine unzureichende Versorgung während ihrer Schwangerschaft, der Geburt und bei der Nachsorge,“ beklagt Marie-Luise Linckh, Präsidentin des LandFrauenverband Württemberg-Baden e.V. Der LandFrauenverband fordert daher die Aufnahme der Hebammen in das Pflegepersonal-Stärkungs-Gesetz. Mehr als die Hälfte aller Krankenhäuser mit Geburtshilfe haben Schwierigkeiten offene Hebammenstellen zu besetzen. Als direkte Folge betreuen deutsche Hebammen inzwischen mehr als doppelt so viele werdende Mütter als ihre europäischen Kolleginnen. Hinzu kommt, dass nur wenige freiberufliche Hebammen die Betreuung von Geburten anbieten. Dieser Mangel und die vielen unbesetzten Stellen in Krankenhäusern, führen, insbesondere im ländlichen Raum, zu einer untragbaren Belastung. Folglich ziehen sich Hebammen aus ihrem Beruf zurück, obwohl Sie dringend gebraucht werden. So entsteht eine unzureichende Versorgungslage von Frauen und Familien, die nicht hinzunehmen ist. Dass die stationäre Pflege in Krankenhäusern und in der Altenpflege verbessert werden muss steht auch für den LandFrauenverband Württemberg-Baden e.V. außer Frage. Die Geburtshilfe und die Hebammen dürfen jedoch hier nicht vergessen werden. Die Situation in Krankenhäusern und bei freiberuflichen Hebammen spitzt sich weiter zu und es ist nicht hinzunehmen, dass Frauen und Familien bei der Versorgung vor, während und nach der Geburt Spardruck und Versorgungsengpässen ausgesetzt sind. Der LandFrauenverband Württemberg-Baden e.V. fordert daher die Bundesregierung auf, Hebammen in das Pflegepersonal-Stärkungs-Gesetz aufzunehmen. Sollte dies nicht geschehen, droht in der Geburtshilfe eine weitere Verschlechterung zu heute. 

Bild:Janko Ferlic
Text:Pressemitteilung LandFrauenverband Württemberg-Baden e.V.